So wird es aussehen
Sechs Ansichten aus der Planung — vom Überflug bis auf Augenhöhe. Sie zeigen Lage, Grösse und Kubatur der Anlage im bestehenden Areal.
Wischen oder eine Zahl antippen
Visualisierung vom April 2026, erstellt für das Bewilligungsverfahren. Sie bildet Anordnung und Grösse ab; Farbgebung und Beschriftung der gelieferten Komponenten können im Detail abweichen.
Die Pläne aus dem Baugesuch
Wer es genau wissen will, schaut in die Pläne. Beide stammen aus dem Baugesuch vom 26. Mai 2026. Angaben zu den beteiligten Unternehmen sind unkenntlich gemacht; am Gezeigten ändert das nichts.
Drei Container, ein Zaun,
kein Kamin
Auf einem bestehenden Industrieareal, ohne neuen Landverbrauch. Die eingezäunte Fläche misst 27.20 auf 5.30 Meter — etwa die Grundfläche eines Einfamilienhauses, in die Länge gezogen.
Zwei der Container enthalten die Batterien. Der dritte, der PCS-Container, enthält die beiden Wechselrichter und den Transformator — sie stehen nicht auf den Batterien, sondern daneben. Am Ende der Reihe steht die Mittelspannungsschaltanlage, über die die Anlage ans Verteilnetz der EKZ geht.
Rein netzdienlich
Die Anlage ist an keinen Verbraucher angeschlossen und an keine Photovoltaikanlage gekoppelt. Sie stellt dem Netz Regelleistung zur Verfügung — mehr nicht. Weil sie keinen Endverbrauch hat, ist sie nach Artikel 14a des Stromversorgungsgesetzes vom Netznutzungsentgelt befreit.
Unbemannt
Kein Personal vor Ort, keine Öffnungszeiten, kein Publikumsverkehr. Der Betrieb läuft fernüberwacht; angefahren wird die Anlage für den Unterhalt. Die Container sind nicht begehbar.
Vollständig rückbaubar
Die Nutzungsvereinbarung läuft über zwanzig Jahre. Danach werden Container, Fundamente und Leitungen auf Kosten der Gesellschaft entfernt und das Grundstück wiederhergestellt.
Was genau dort steht
Die Angaben stammen aus dem Werkvertrag, dem Brandschutzkonzept und den Unterlagen des Bewilligungsverfahrens — nicht aus Schätzungen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Leistung | 4.5 MW beim Laden wie beim Entladen |
| Kapazität | rund 10 MWh, aufgeteilt auf 2 × 5'015 kWh — Volllastdauer rund 2.2 Stunden |
| Zellchemie | Lithium-Eisenphosphat (LFP), System Gotion ESD1331-05P5015 |
| Umrichter | zwei Wechselrichter im PCS-Container, dem dritten Container |
| Transformation | 1 × 4.5 MVA auf 16.5 kV, dazu 1 × 200 kVA für den Eigenbedarf |
| Mittelspannung | Mittelspannungsschaltanlage in einem eigenen kleinen Bau neben den Containern |
| Netzanschluss | EKZ, über zwei 20-kV-Kabelleitungen zu den Trafostationen Wändhüslen und Tafleten |
| Zertifizierung | UL 9540 (System), UL 9540A (Ausbreitungsverhalten), IEC 62619 (Zellen) |
| Bauweise | freistehende Container im Freien, umzäunt, nicht begehbar — kein Gebäude |
| Betrieb | unbemannt, fernüberwacht; Unterhalt durch Fachfirmen |
Masse und Abstände
Keine dieser Zahlen ist gerundet oder geschätzt — alle stammen aus den Plänen 001 und 002 des Baugesuchs vom 26. Mai 2026.
| Mass | Wert |
|---|---|
| Eingezäunte Fläche | 27.20 × 5.30 m = 144 m² |
| Container | 3 Stück, je 6.06 × 2.44 m (20-Fuss-Mass); Schaltanlage 1.50 m breit |
| Höhe über Terrain | Oberkante Container 3.28 bis 3.38 m — das Gelände fällt leicht ab |
| Zaun | 2.00 m, Stabmatten; einzelne Felder für die Revision demontierbar |
| Sockel | Container mindestens 28 cm über gewachsenem Terrain, als Hochwasserschutz |
| Zur Parzellengrenze | 4.12 m auf der einen, 4.09 m auf der anderen Längsseite |
| Zum Wändhüslenbach | 5.50 m; verlangt sind 5.00 m |
| Zum nächsten Gebäude | rund 15 m |
| Zugang | 4.02 m breite Öffnung zwischen Batterie- und PCS-Container |
| Beanspruchte Fläche total | rund 400 m², inklusive Zugang und nicht mehr nutzbarem Streifen |
Volllastdauer
So lange kann die Anlage die volle Leistung halten, bis der Speicher leer ist. Für Regelleistung ist das reichlich: Ein Abruf dauert selten länger als Minuten.
Spannungsebene
Der Transformator hebt die Niederspannung der Batterien auf die Mittelspannung des Verteilnetzes. Der Anschlusspunkt liegt in unmittelbarer Nähe — es braucht keine neue Erschliessung.
Bewegte Teile
Keine Turbine, kein Generator, keine Verbrennung. Was sich bewegt, sind die Lüfter der Kühlung. Deshalb gibt es weder Abgase noch Erschütterungen.
Sonnenstrom fällt mittags an.
Gebraucht wird er abends.
Je mehr Photovoltaik gebaut wird, desto grösser wird dieser Versatz. Speicher sind deshalb kein Zusatz zur Energiewende, sondern ihre Voraussetzung.
Der Ausbau der Photovoltaik verschiebt das Problem der Stromversorgung von der Menge zur Gleichzeitigkeit. Nicht die Jahressumme fehlt, sondern die Übereinstimmung von Erzeugung und Verbrauch im Tagesverlauf. Ein Speicher löst diesen Versatz nicht auf — aber er nimmt die Spitzen an beiden Enden weg und hält das Netz in den Sekunden dazwischen stabil.
Das Netz läuft auf 50 Hertz
Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die Frequenz. Weicht sie zu stark ab, schalten sich Kraftwerke und Verbraucher zum Selbstschutz ab. Der Speicher gleicht solche Schwankungen aus, bevor es so weit kommt.
Warum eine Batterie und nicht ein Kraftwerk
Ein Wasserkraftwerk braucht zum Hochfahren Minuten, ein thermisches Kraftwerk länger. Eine Batterie ändert ihre Leistung in Millisekunden und kann dabei von voller Aufnahme auf volle Abgabe wechseln. Für die schnelle Regelung ist sie deshalb das technisch geeignetere Mittel — und sie verbraucht dabei keinen Brennstoff.
Warum die Anlage in einen Pool geht
Swissgrid verlangt für Sekundärregelleistung ein Mindestgebot von ±5 MW. Mit 4.5 MW kann die Anlage nicht allein an der Ausschreibung teilnehmen. Sie wird deshalb über den Pool eines Vermarkters gebündelt — der Normalfall im Markt: Viele mittelgrosse Speicher ergeben zusammen ein virtuelles Kraftwerk.
Sehr sicher gebaut.
Garantieren lässt sich nichts.
Für die Anlage liegt ein Brandschutzkonzept vor, verfasst und unterzeichnet von einem eidgenössisch diplomierten Brandschutzexperten VKF. Es stützt sich auf die VKF-Brandschutzvorschriften, das VKF-Merkblatt zu stationären Lithium-Ionen-Speichern und die Herstellerunterlagen.
Der Grundgedanke ist einfach: Sicherheit hängt nicht an einer einzigen Massnahme, die halten muss, sondern an mehreren Stufen, die nacheinander greifen. Fällt eine aus, steht die nächste bereit. Ein Ereignis soll gar nicht erst entstehen — und wenn doch, dort bleiben, wo es entstanden ist.
1 · Die Zellchemie
Lithium-Eisenphosphat ist thermisch deutlich stabiler als die in Mobiltelefonen und Elektroautos verbreiteten Chemien. Der Punkt, an dem eine Zelle ausser Kontrolle gerät, liegt bei erheblich höherer Temperatur, und die freiwerdende Energie ist geringer.
2 · Die Überwachung
Ein Batteriemanagementsystem misst Spannung und Temperatur bis auf die einzelne Zelle hinunter. Auffälligkeiten führen zur Abschaltung, bevor daraus ein Ereignis wird — das ist die Stufe, die in der Praxis am häufigsten greift.
3 · Die Erkennung
Dreistufig: Temperatursensoren, eine Gasdetektion, die Zersetzungsprodukte einer überhitzten Zelle bemerkt, bevor etwas brennt, sowie Brandgas- und Hitzedetektion.
4 · Die Löschtechnik
Kühlung auf Ebene der Batteriepacks, ein Aerosol-Löschsystem mit Powdered Aerosol A SFE — ungiftig, klimaneutral, auf der Halon-Alternativenliste der US-Umweltbehörde EPA —, dazu Ventilation und Druckentlastung.
5 · Die Bauweise
Freistehend im Freien statt in einer Halle, umzäunt, nicht begehbar, rund fünfzehn Meter zum nächsten Gebäude. Wärme und Rauch können ins Freie abziehen, statt sich in einem Raum zu sammeln.
6 · Die Feuerwehr
Sie interveniert von aussen und erhält objektspezifische Einsatzinformationen. Dass die Container nicht begehbar sind, ist dabei kein Mangel, sondern Absicht: Niemand soll im Ereignisfall hinein müssen.
Was wir nicht behaupten
Lithium-Ionen-Zellen enthalten brennbare Stoffe. Daran ändert keine Norm und kein Konzept etwas. Die beschriebenen Stufen machen ein Ereignis sehr unwahrscheinlich und begrenzen seine Folgen — ausschliessen können sie es nicht. Ein Restrisiko bleibt, so wie es bei jeder Tankstelle, jeder Trafostation und jeder Heizung im Keller bleibt.
Wir sagen das ausdrücklich, weil das Gegenteil — die Behauptung absoluter Sicherheit — beim ersten kritischen Rückfragen zusammenfällt und dann auch alles Übrige unglaubwürdig macht. Wer wissen will, wie die Schutzstufen im Einzelnen aufgebaut sind, findet die Angaben im Faktenblatt.
Lärm, Gewässer, Verkehr
Lärm
Geräusche entstehen durch die Kühlung und die Wechselrichter. Massgebend sind zwei Nachbarschaften: die Wandhüslenstrasse 5 mit Empfindlichkeitsstufe III (höchstens 50 dB(A) nachts, 60 dB(A) tagsüber) und die Industriestrasse 12 mit Empfindlichkeitsstufe IV (55 beziehungsweise 65 dB(A)). Die Einhaltung dieser Werte ist Bewilligungsvoraussetzung.
Gewässer
Der Wändhüslenbach verläuft rund fünfeinhalb Meter neben der Anlage; verlangt sind fünf Meter. Der Rückhalt von Löschwasser wird in der Ausführungsplanung mit den Behörden festgelegt — es ist die Frage, die in einem öffentlichen Verfahren zu Recht gestellt wird.
Verkehr
Während des Baus einige Wochen Baustellenverkehr, darunter die Anlieferung der Container mit Schwertransport. Im Betrieb praktisch keiner. Erschlossen wird die Anlage über die bestehende Zufahrt des Areals.
Elektromagnetische Felder
Wie bei jeder Trafostation und jeder Hausinstallation. Massgebend ist die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung; die Anlage ist so auszuführen, dass die Anlagegrenzwerte eingehalten sind.
Was Leute wissen wollen
Was macht diese Anlage eigentlich?
Das Stromnetz muss in jedem Augenblick genau so viel Strom enthalten, wie im selben Augenblick verbraucht wird. Speichern lässt es selbst nichts. Stimmt die Bilanz nicht, weicht die Netzfrequenz von ihren 50 Hertz ab — bei Überschuss steigt sie, bei Mangel sinkt sie. Der Speicher misst diese Abweichung und wirkt ihr entgegen: Er nimmt Leistung auf, wenn zu viel im Netz ist, und gibt sie ab, wenn zu wenig da ist. Beides innert Sekunden und ohne dass ein Mensch eingreift.
Speichert die Anlage Strom für Bubikon?
Nein. Die Anlage ist an keinen Verbraucher angeschlossen und versorgt weder ein Gebäude noch die Gemeinde direkt. Sie hängt am Verteilnetz der EKZ und arbeitet für die Stabilität des gesamten Schweizer Netzes. Wer eine tiefere Stromrechnung erwartet, wird enttäuscht — das ist nicht der Zweck dieser Anlage.
Kann eine solche Batterie brennen oder explodieren?
Ausschliessen lässt sich das nicht, und wer etwas anderes behauptet, ist unseriös. Lithium-Ionen-Zellen enthalten brennbare Stoffe. Deshalb ist die Anlage so gebaut, dass ein Ereignis sehr unwahrscheinlich bleibt und, falls es doch eintritt, dort begrenzt wird, wo es entsteht: Zellchemie mit hoher thermischer Stabilität, Überwachung jeder einzelnen Zelle, dreistufige Branderkennung, Löschtechnik im Container, Druckentlastung, freie Aufstellung im Aussenraum und rund fünfzehn Meter Abstand zum nächsten Gebäude.
Ist die Anlage laut?
Geräusche entstehen durch die Kühlung der Container und durch die Wechselrichter; bewegte Teile im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Massgebend sind die Grenzwerte bei den nächstgelegenen lärmempfindlichen Nutzungen: an der Wandhüslenstrasse 5 gilt Empfindlichkeitsstufe III mit höchstens 50 dB(A) nachts, an der Industriestrasse 12 Empfindlichkeitsstufe IV mit höchstens 55 dB(A) nachts. Diese Werte sind einzuhalten — das ist Bewilligungsvoraussetzung und keine Absichtserklärung.
Wie viel Verkehr bringt die Anlage?
Während des Baus einige Wochen Baustellenverkehr, darunter die Anlieferung der Container mit Schwertransport. Im Betrieb praktisch keiner: Die Anlage ist unbemannt, wird fernüberwacht und nur für den Unterhalt angefahren.
Was passiert am Ende der Lebensdauer?
Die Nutzungsvereinbarung läuft über zwanzig Jahre. Die Gesellschaft ist vertraglich verpflichtet, die Anlage samt Fundamenten und Leitungen auf eigene Kosten vollständig zurückzubauen und das Grundstück wiederherzustellen. Die Zellen gelten als Sonderabfall und gehen in die Verwertung; Lithium-Eisenphosphat enthält weder Kobalt noch Nickel.
Alle fünfzehn Fragen und Antworten stehen im FAQ als PDF.
Wo wir stehen
| Wann | Was |
|---|---|
| Juni 2026 | Baugesuch eingereicht |
| Dezember 2026 | Plangenehmigung des Eidgenössischen Starkstrominspektorats erwartet |
| Januar 2027 | Baustart nach Rechtskraft der Plangenehmigung |
| Mai 2027 | Anlieferung der Komponenten |
| Juli 2027 | Endabnahme und Betriebsaufnahme |
Die Termine hängen am Bewilligungsverfahren. Bei Einsprachen verschiebt sich die Betriebsaufnahme entsprechend.
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Dieses Projekt zeigt, wie ein Speicherprojekt in der Praxis abläuft — von der Standortwahl über das Bewilligungsverfahren und den Netzanschluss bis zur Vermarktung der Regelleistung. Gebaut und technisch umgesetzt wird es von der Hustech Installations AG in Bubikon.
Fragen? Wir antworten.
BESS Bubikon AG
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