Zwei Container, ein Zaun,
kein Kamin
Auf einem bestehenden Industrieareal, ohne neuen Landverbrauch. Die eingezäunte Fläche misst rund 27 auf 5 Meter — etwa die Grundfläche eines Einfamilienhauses.
Rein netzdienlich
Die Anlage ist an keinen Verbraucher angeschlossen. Sie stellt dem Netz Regelleistung zur Verfügung — mehr nicht.
Unbemannt
Kein Personal vor Ort, keine Öffnungszeiten, kein Publikumsverkehr. Der Betrieb läuft fernüberwacht.
Vollständig rückbaubar
Nach Ablauf der Nutzungsdauer wird alles auf eigene Kosten entfernt und das Grundstück wiederhergestellt.
Sonnenstrom fällt mittags an.
Gebraucht wird er abends.
Je mehr Photovoltaik gebaut wird, desto grösser wird dieser Versatz. Speicher sind deshalb kein Zusatz zur Energiewende, sondern ihre Voraussetzung.
Das Netz läuft auf 50 Hertz
Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die Frequenz. Weicht sie zu stark ab, schalten sich Kraftwerke und Verbraucher zum Selbstschutz ab. Der Speicher gleicht solche Schwankungen aus, bevor es so weit kommt.
Mit 4.5 Megawatt liegt die Anlage unter der Mindestgebotsgrösse von 5 Megawatt, die Swissgrid für Sekundärregelleistung verlangt. Sie wird deshalb über den Pool eines Vermarkters gebündelt — der Normalfall im Markt: Viele mittelgrosse Speicher ergeben zusammen ein Kraftwerk.
Was wir dazu sagen können
Für die Anlage liegt ein Brandschutzkonzept vor, verfasst und unterzeichnet von einem eidgenössisch diplomierten Brandschutzexperten VKF.
Mehrere Stufen statt einer
Eine Zellchemie mit erhöhter thermischer Stabilität, ein Batteriemanagement, das jede einzelne Zelle überwacht, eine dreifache Branderkennung über Temperatur, Gas und Hitze — und erst zuletzt die Löschtechnik.
Geprüft nach Norm
Das System ist nach UL 9540, UL 9540A und IEC 62619 zertifiziert. Diese Normen prüfen unter anderem, ob sich ein thermisches Ereignis von einer Zelle auf die nächste ausbreitet.
Abstand und Zugang
Freistehend im Freien, umzäunt, rund 15 Meter zum nächsten Gebäude. Die Feuerwehr erhält objektspezifische Einsatzinformationen und interveniert von aussen.
Und was wir nicht behaupten: Ein Restrisiko bleibt. Lithium-Ionen-Zellen enthalten brennbare Stoffe. Die Schutzsysteme machen ein Ereignis unwahrscheinlich und begrenzen seine Folgen — ausschliessen können sie es nicht.
Was Leute wissen wollen
Was macht diese Anlage eigentlich?
Das Stromnetz muss in jedem Augenblick genau so viel Strom enthalten, wie verbraucht wird. Stimmt das nicht, schwankt die Netzfrequenz von 50 Hertz. Der Speicher gleicht solche Schwankungen aus: Er nimmt Strom auf, wenn zu viel im Netz ist, und gibt ihn ab, wenn zu wenig da ist — innert Sekunden.
Speichert die Anlage Strom für Bubikon?
Nein. Die Anlage ist an keinen Verbraucher angeschlossen und versorgt weder ein Gebäude noch die Gemeinde direkt. Sie arbeitet für die Stabilität des gesamten Schweizer Netzes.
Kann eine solche Batterie brennen oder explodieren?
Ausschliessen lässt sich das nicht, und wer etwas anderes behauptet, ist unseriös. Lithium-Ionen-Zellen enthalten brennbare Stoffe. Deshalb ist die Anlage so gebaut, dass ein Ereignis unwahrscheinlich bleibt und, falls es doch eintritt, dort begrenzt wird, wo es entsteht. Die verwendete Lithium-Eisenphosphat-Chemie ist thermisch deutlich stabiler als die in Mobiltelefonen oder Autos verbreiteten Alternativen.
Ist die Anlage laut?
Geräusche entstehen durch die Kühlung der Container und die Wechselrichter; bewegte Teile im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Massgebend sind die Grenzwerte am nächstgelegenen lärmempfindlichen Gebäude — 50 dB(A) nachts an der Wandhüslenstrasse, 55 dB(A) an der Industriestrasse. Diese Werte sind einzuhalten; das ist Bewilligungsvoraussetzung.
Wie viel Verkehr bringt die Anlage?
Während des Baus einige Wochen Baustellenverkehr, darunter die Anlieferung der Container. Im Betrieb praktisch keiner: Die Anlage ist unbemannt und wird fernüberwacht.
Was passiert am Ende der Lebensdauer?
Die Gesellschaft ist vertraglich verpflichtet, die Anlage samt Fundamenten und Leitungen auf eigene Kosten vollständig zurückzubauen und das Grundstück wiederherzustellen. Lithium-Eisenphosphat-Zellen enthalten weder Kobalt noch Nickel.
Alle fünfzehn Fragen und Antworten stehen im FAQ als PDF.
Wo wir stehen
| Wann | Was |
|---|---|
| Juni 2026 | Baugesuch eingereicht |
| Dezember 2026 | Plangenehmigung des Eidgenössischen Starkstrominspektorats erwartet |
| Januar 2027 | Baustart |
| Mai 2027 | Anlieferung der Komponenten |
| Juli 2027 | Endabnahme und Betriebsaufnahme |
Die Termine hängen am Bewilligungsverfahren. Bei Einsprachen verschiebt sich die Betriebsaufnahme.
Sie überlegen sich
etwas Ähnliches?
Dieses Projekt zeigt, wie ein Speicherprojekt in der Praxis abläuft — von der Idee über die Bewilligung bis zum Betrieb. Gebaut und technisch umgesetzt wird es von der Hustech Installations AG in Bubikon.
Fragen? Wir antworten.
BESS Bubikon AG
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