BESS Bubikon AG

Strom, wenn er gebraucht wird.

An der Industriestrasse 8 in Bubikon entsteht ein Batteriespeicher, der das Schweizer Stromnetz im Gleichgewicht hält. Er versorgt keinen Eigenverbrauch — er gleicht aus, im Sekundentakt.

4.5 MW
Leistung
10 MWh
Kapazität
400
Grundfläche
2027
Betriebsaufnahme
Die Anlage

Zwei Container, ein Zaun,
kein Kamin

Auf einem bestehenden Industrieareal, ohne neuen Landverbrauch. Die eingezäunte Fläche misst rund 27 auf 5 Meter — etwa die Grundfläche eines Einfamilienhauses.

Schema: Batteriecontainer, Wechselrichter, Transformator, Netz der EKZ

Rein netzdienlich

Die Anlage ist an keinen Verbraucher angeschlossen. Sie stellt dem Netz Regelleistung zur Verfügung — mehr nicht.

Unbemannt

Kein Personal vor Ort, keine Öffnungszeiten, kein Publikumsverkehr. Der Betrieb läuft fernüberwacht.

Vollständig rückbaubar

Nach Ablauf der Nutzungsdauer wird alles auf eigene Kosten entfernt und das Grundstück wiederhergestellt.

Warum Speicher

Sonnenstrom fällt mittags an.
Gebraucht wird er abends.

Je mehr Photovoltaik gebaut wird, desto grösser wird dieser Versatz. Speicher sind deshalb kein Zusatz zur Energiewende, sondern ihre Voraussetzung.

Tagesverlauf: Erzeugung aus Photovoltaik gegenüber Verbrauch
Regelleistung

Das Netz läuft auf 50 Hertz

Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die Frequenz. Weicht sie zu stark ab, schalten sich Kraftwerke und Verbraucher zum Selbstschutz ab. Der Speicher gleicht solche Schwankungen aus, bevor es so weit kommt.

Netzfrequenz und Leistung des Speichers im Verlauf

Mit 4.5 Megawatt liegt die Anlage unter der Mindestgebotsgrösse von 5 Megawatt, die Swissgrid für Sekundärregelleistung verlangt. Sie wird deshalb über den Pool eines Vermarkters gebündelt — der Normalfall im Markt: Viele mittelgrosse Speicher ergeben zusammen ein Kraftwerk.

Sicherheit

Was wir dazu sagen können

Für die Anlage liegt ein Brandschutzkonzept vor, verfasst und unterzeichnet von einem eidgenössisch diplomierten Brandschutzexperten VKF.

Mehrere Stufen statt einer

Eine Zellchemie mit erhöhter thermischer Stabilität, ein Batteriemanagement, das jede einzelne Zelle überwacht, eine dreifache Branderkennung über Temperatur, Gas und Hitze — und erst zuletzt die Löschtechnik.

Geprüft nach Norm

Das System ist nach UL 9540, UL 9540A und IEC 62619 zertifiziert. Diese Normen prüfen unter anderem, ob sich ein thermisches Ereignis von einer Zelle auf die nächste ausbreitet.

Abstand und Zugang

Freistehend im Freien, umzäunt, rund 15 Meter zum nächsten Gebäude. Die Feuerwehr erhält objektspezifische Einsatzinformationen und interveniert von aussen.

Und was wir nicht behaupten: Ein Restrisiko bleibt. Lithium-Ionen-Zellen enthalten brennbare Stoffe. Die Schutzsysteme machen ein Ereignis unwahrscheinlich und begrenzen seine Folgen — ausschliessen können sie es nicht.

Häufige Fragen

Was Leute wissen wollen

Was macht diese Anlage eigentlich?

Das Stromnetz muss in jedem Augenblick genau so viel Strom enthalten, wie verbraucht wird. Stimmt das nicht, schwankt die Netzfrequenz von 50 Hertz. Der Speicher gleicht solche Schwankungen aus: Er nimmt Strom auf, wenn zu viel im Netz ist, und gibt ihn ab, wenn zu wenig da ist — innert Sekunden.

Speichert die Anlage Strom für Bubikon?

Nein. Die Anlage ist an keinen Verbraucher angeschlossen und versorgt weder ein Gebäude noch die Gemeinde direkt. Sie arbeitet für die Stabilität des gesamten Schweizer Netzes.

Kann eine solche Batterie brennen oder explodieren?

Ausschliessen lässt sich das nicht, und wer etwas anderes behauptet, ist unseriös. Lithium-Ionen-Zellen enthalten brennbare Stoffe. Deshalb ist die Anlage so gebaut, dass ein Ereignis unwahrscheinlich bleibt und, falls es doch eintritt, dort begrenzt wird, wo es entsteht. Die verwendete Lithium-Eisenphosphat-Chemie ist thermisch deutlich stabiler als die in Mobiltelefonen oder Autos verbreiteten Alternativen.

Ist die Anlage laut?

Geräusche entstehen durch die Kühlung der Container und die Wechselrichter; bewegte Teile im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Massgebend sind die Grenzwerte am nächstgelegenen lärmempfindlichen Gebäude — 50 dB(A) nachts an der Wandhüslenstrasse, 55 dB(A) an der Industriestrasse. Diese Werte sind einzuhalten; das ist Bewilligungsvoraussetzung.

Wie viel Verkehr bringt die Anlage?

Während des Baus einige Wochen Baustellenverkehr, darunter die Anlieferung der Container. Im Betrieb praktisch keiner: Die Anlage ist unbemannt und wird fernüberwacht.

Was passiert am Ende der Lebensdauer?

Die Gesellschaft ist vertraglich verpflichtet, die Anlage samt Fundamenten und Leitungen auf eigene Kosten vollständig zurückzubauen und das Grundstück wiederherzustellen. Lithium-Eisenphosphat-Zellen enthalten weder Kobalt noch Nickel.

Alle fünfzehn Fragen und Antworten stehen im FAQ als PDF.

Stand des Projekts

Wo wir stehen

WannWas
Juni 2026Baugesuch eingereicht
Dezember 2026Plangenehmigung des Eidgenössischen Starkstrominspektorats erwartet
Januar 2027Baustart
Mai 2027Anlieferung der Komponenten
Juli 2027Endabnahme und Betriebsaufnahme

Die Termine hängen am Bewilligungsverfahren. Bei Einsprachen verschiebt sich die Betriebsaufnahme.

Für Gewerbe und Industrie

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Dieses Projekt zeigt, wie ein Speicherprojekt in der Praxis abläuft — von der Idee über die Bewilligung bis zum Betrieb. Gebaut und technisch umgesetzt wird es von der Hustech Installations AG in Bubikon.

Kontakt

Fragen? Wir antworten.

BESS Bubikon AG
Industriestrasse 8
8608 Bubikon

Telefon 044 936 64 70
info@bess-bubikon.ch